Der Echte Lavendel ist ein graufilzig behaarter, aromatischer Strauch, der Wuchshöhen bis 100 (selten bis 200) Zentimeter erreicht. Die Zweige sind aufsteigend, aufrecht und stark verästelt, steif aufrecht und unverzweigt oder sie tragen Kurztriebe. Die Blüten sind violett gefärbt, fünfzählig und in 6 bis 10-blütigen Scheinquirlen angeordnet. 

Die Heimat des Lavendel sind ursprünglich die Küstenregionen des Mittelmeergebiets. Dort kommt er an trockenen, warmen Hängen bis Dalmatien und Griechenland sowie in der Toskana in Italien weit verbreitet vor. Er wächst vereinzelt bis zur Waldgrenze an trockenen und felsigen Hängen. Heute ist er in ganz Südeuropa verbreitet.

Weiterhin wird aus den Blütenständen mit Stängel Lavendelöl hergestellt. Dies erfolgt durch Schleppdestillation, Wasserdampfdestillation oder indem die Blüten in Öl angesetzt werden, zum Beispiel in Olivenöl. Um gehaltvolles Ausgangsmaterial zu bekommen wird am frühen Morgen geerntet oder kurz nach Regen, wenn die Blüten wieder abgetrocknet sind. Aus Lavandula angustifolia werden „Lavendel fein“ und „Lavendel extra“ gewonnen. Als Destillationsgrundlage für „Lavendel extra“ dient wilder Berglavendel, der in einer geografischen Höhe bis zu 1.800 m wächst und durch Wildsammlung geerntet wird. „Lavendel Mont Blanc“ oder „Barreme“ sind Handelsbezeichnungen, denen ein standardisierter Esteranteil zugrunde liegt.

Als Droge dienen: Die kurz vor der völligen Entfaltung gesammelten und getrockneten Lavendelblüten (Lavandulae flos) Das durch Wasserdampfdestillation aus den frischen Blüten oder Blütenständen gewonnene ätherische Öl (Lavandulae aetheroleum). Lavendelblüten haben leicht beruhigende, blähungswidrige und gallentreibende Eigenschaften. Man nutzt dies zur Milderung folgender Beschwerden: Innere Unruhe, nervöse Erschöpfung, Einschlafstörungen, Migräne, auch bei nervösen Magen- Darm und Gallenbeschwerden. Die beruhigende Wirkung wird auch in der Aromatherapie genutzt. Dort wirkt wohl das verdunstete Linalylacetat. 

Einreibungen mit Lavendelöl wirken vorwiegend hautreizend und dienen deshalb zur Bekämpfung rheumatischer Beschwerden und als Badezusatz bei funktionellen Kreislaufstörungen. Wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften ist Lavendelöl auch in Gurgellösungen enthalten. Für insektenabweisende Effekte werden am besten alkoholische Lösungen eingesetzt oder es werden Lavendelblütensäckchen zwischen die Wäsche gelegt. Inhaltsstoffe Es setzt sich zusammen aus Linalylacetat, Linalool, Campher und Cineol. Seine Inhaltsstoffe sind 40 – 50 % Ester, 25 – 35 % Monoterpenole, Monoterpene, Sesquiterpene, Ketone und Oxide.

 
 

 

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